Umwelt/Räumersteuerung

Aufgabenstellung: Auf einer Kläranlage waren bei der Nachklärung 2 Rund- und 2 Längsbecken zu steuern. Die Rund- bzw. Längsräumer sollen den Schwimmschlamm aus den Becken in Pumpenschächte schieben. Dabei war darauf zu achten, daß die Längsräumer gegenläufig fahren. Die Schlammspiegel sollen dezentral visualisiert werden. Die Schachtpumpen sollen niveaugesteuert werden. Die Befüllung der Schächte soll erst erfolgen, wenn die Rundräumer sich in Höhe der Ansaugstutzen und die Längsräumer sich in Endposition befinden. Aus allen Einzelschächten soll in einen Sammelschacht gepumpt werden. Der Sammelschacht soll jahreszeitabhängig entleert werden.

Realisierung: Jeder Räumer und das Pumpenhaus wurden separat mit je einer PS 4-201-MM1-Steuerung der Moeller GmbH versehen. Jede Steuerung arbeitet für sich als dezentraler Master. Über den Moeller K-Bus wurden diese Steuerungen vernetzt, um die Abhängigkeiten untereinander, wie z.B. Gegenläufigkeit der Längsräumer und Übertragung der Schlammspiegelmengen zu realisieren. Die Pumpenhaus-SPS fungierte als Verteiler, d.h. sie sammelte alle Daten und gab sie an die anderen SPS'en bzw. an das übergeordnete Leitsystem weiter.

Umwelt/Fäkalien

Aufgabenstellung: Die Fäkalien-LKW fahren zur Kläranlage und können sich per Strichcode-Karte am verschlossenen Tor identifizieren. Die Steuerung prüft die Karte und öffnet bei Berechtigung das Tor. Die Fäkalien werden in einem Auffangtrog abgelassen und dort überprüft: Redoxmessung, Salzgehalt, Gewicht, etc. Liegen diese Daten innerhalb der Sollwerte, werden die Fäkalien der Klärung zugeführt, die Daten zur Abrechnung übergeben und gespeichert.
Das Kläranlagenpersonal soll anhand einer Datenbank alle Sollwerte einstellen sowie die zur Anlieferung berechtigten Firmen eintragen und Ihnen einen Strichcode und entsprechende Rechte zuteilen. Alle Eingaben sollen über bedienerfreundliche Masken erfolgen. Alle wichtigen Werte sollen gespeichert werden und als Trend abrufbar sein. Die gesamte Fäkalienstation soll visualisiert werden.

Realisierung: Es wurde eine Simatic S7-300 mit CPU 315-DP eingesetzt, die über Profibus FMS mit der übergeordneten bereits vorhandenen S7-400 kommuniziert. Die Strichcodes wurden über Kartenleser der Deltalogic GmbH mittels RS-232-Schnittstellen der CP-340-Baugruppen in die Software eingelesen.
Es wurde das Visualierungsprogramm WIN-CC Version 4.0 der Siemens AG zur Darstellung der Fäkalienannahme eingesetzt. Mit MS-Access wurden die Firmendaten, die Sollwerte und die Berechtigungen verarbeitet. Die entsprechenden Masken wurden mit MS-Visual-Basic erstellt.