Flughäfen / Enteisungstankanlagen

Aufgabenstellung: Das in den Tanks gelagerte Wasser und Enteisungsmittel soll aufgeheizt und auf Betriebstemperatur gehalten werden. Die Befüllung der Tanks und die Entnahme aus diesen soll nur berechtigten Personen möglich sein bzw. in berechtigte Fahrzeuge erfolgen und soll darüber hinaus dokumentiert werden. Die Dokumentation soll vor Ort mittels Bondrucker und zentral mittels Meldedrucker bzw. Datenbank erfolgen. Alle Füllstände und Temperaturen sollen erfaßt und dauerhaft abgespeichert werden sowie als Trend darstellbar sein. Die gesamte Anlage soll im Büro bzw. Aufenthaltsraum der Mitarbeiter auf PC visualisiert werden. Vor Ort am Schaltschrank bzw. an den Befüll- und Entnahmestellen sollen Operatorpanel diese Funktion übernehmen. Alle relevanten Daten sollen MS-Access und MS-Excel automatisch zur Verfügung stehen. Desweiteren soll die Anlage über das Intra- und Internet zu Beobachtungs- und Ferndiagnosezwecken darstellbar sein.

Realisierung: Die Aufheizung der Flüssigkeiten erfolgt über Wärmetauscher. Mittels frequenzgeregelter Pumpen kann durch Veränderung der Motorgeschwindigkeit mehr oder weniger Wärme aufgenommen werden. Bei der Befüllung bzw. Entnahme wird durch das an den Fahrzeugen montierte Identsystem Moby-I von der Siemens AG sichergestellt, daß nur berechtigte Fahrzeuge betankt bzw. entleert werden können. Über einen Empfänger an den Stationen werden die Fahrzeugdaten der SPS zur Prüfung und Freigabe übergeben.
Als SPS kamen je eine Simatic S7-300 mit 315-2DP-CPU für den Zentralschaltschrank und pro Entnahmestelle zum Einsatz. Alle SPS'en waren als Master-Master-Kopplung über Profibus-DP miteinander vernetzt. Ebenfalls über Profibus gekoppelt waren die Visualisierungsrechner, ein OP 17 in der Schaltzentrale und je ein OP 7 an den Entnahmestellen. Die Bondrucker der Elutec GmbH wurden über Punkt-zu-Punkt-Kopplung von den CP-340-Baugruppen angesteuert. Der Meldedrucker in der Schaltwarte dokumentiert sowohl jede Störung als auch jeden Tankvorgang.
Als Visualisierungssystem wurde WIN-CC Version 5.0 gewählt. Über DDE-Schnittstellen wurden die Daten an MS-Excel bzw. MS-Access übertragen.

Flughäfen / Visualisierung per Internet

Aufgabenstellung: Zwei Enteisungsmitteltankanlagen eines Flughafens, die bereits lokal visualisiert wurden, sollen dezentral eingesehen werden können. Folgenden Stellen wird der Zugriff auf die Daten gewährt.: Technik, Instandsetzung, Statistik, Disponierung, Abrechnung, Service-Technik extern, Bereitschaft intern und extern.

Realisierung: Aufgrund der verschiedenen internen und externen Stellen, die auch jederzeit personell wie räumlich veränderbar sind, bot sich das Internet zur Realisierung der gestellten Aufgabe an. Ein weiterer Vorteil des Internets ist, das die Rechner der Nutzer nicht "angefaßt", d.h. eingerichtet bzw. mit spezieller Software versehen werden müssen, wie dies bei verschiedenen Fernwartungsdiensten der Fall wäre. Da die bestehende WIN-CC-Visualisierung (s.a. unser Projekt Enteisungstankanlage) ein Produkt der Siemens AG ist, suchten wir auch ein passendes Internet-Tool vom gleichen Hersteller. Es wurde ein Pilotprojekt mit Siemens AG gestartet. Zum Einsatz kam der Web-Navigator, welcher zum Zeitpunkt der Projekt-Realisierung noch nicht frei auf dem Markt erhältlich war. In enger Zusammenarbeit wurde ein stabil laufendes Programm entwickelt, das alle geforderten Features enthält.

Ein Wort zur Datensicherheit: Per Internet ist nur ein passwortgeschützter Zugriff auf die Anlagendaten möglich. Außerdem wurde sichergestellt, daß nur lesende Zugriffe erlaubt sind. Ein Steuern der Anlage oder gar Veränderungen der SPS-Codes sind unmöglich gemacht worden.

Flughäfen / Bodenfahrzeuge

Aufgabenstellung: Diverse.
Zwischen Landung und Start eines Flugzeuges werden die flughafenspezifischen Sicherheitsfunktionen von diversen Bodenfahrzeugen erfüllt. Dazu gehören u.a. Flugzeugschlepper, Enteisungsfahrzeuge, Stromversorgungsgeräte, Fahrgasttreppen, Elektrokarren, Highloader, Entsorgungswagen, Wasserwagen, Tankfahrzeuge, Catering, Feuerwehr. Viele dieser Fahrzeuge besitzen bereits eine SPS für ihre vielfältigen Steuerungsaufgaben wie Heben, Senken, Ausfahren, Einfahren, Drehen, Andoggen, Koppeln, Prüfen oder Freigeben und wurden von uns um weitere flughafenspezifische Funktionen ergänzt. Die Schwierigkeit lag dabei nicht immer in der Einzelaufgabe, sondern darin, SPS'en verschiedenster Hersteller wie Siemens, AEG, Mitsubishi, Bosch, IFM oder B&R umzuprogrammieren. Diverse Fahrzeuge erhielten jedoch von uns auch erstmals eine SPS, meist um eine Funktionserweiterung wie Datenlogging oder Fernwartung oder eine sicherheitstechnische Aufgabe zu lösen.